Der Anbieter für Website-Performance-Monitoring DebugBear teilt mit, dass Angreifer die DNS-Einträge des Unternehmens über dessen Domain-Registrar verändert haben. Während der Untersuchung kann DebugBear nach eigenen Angaben keine E-Mails an die eigene Domain empfangen.
Der Vorfall hängt mit dem Lieferketten-Angriff auf die Prognosebörse Polymarket Ende Oktober zusammen. Schädlicher JavaScript-Code wurde von einer DebugBear-Adresse ausgeliefert, die die Polymarket-Seite geladen hat. Ausgangspunkt war das Real-User-Monitoring-Skript (RUM) von DebugBear; das Unternehmen hatte Kunden zunächst geraten, den Einbettungscode zu entfernen.
In den ersten Ergebnissen schreibt DebugBear: „Unsere DNS-Server-Einträge wurden über unseren Domain-Registrar kompromittiert.“ Die Angreifer hätten es vermutlich gezielt auf die Website eines einzelnen Kunden abgesehen, das sei eine vorläufige Feststellung. Wie die Angreifer auf Registrar-Ebene Zugang erlangten, hat DebugBear nicht erklärt; interne Systeme seien nach eigener Aussage nicht betroffen. Weder DebugBear noch Polymarket haben den Registrar genannt.
Für Domain-Inhaber zeigt der Fall das Risiko eines Registrar-Kontos: Wer das Login beim Registrar kontrolliert, kann DNS-Einträge ändern und eine Website umleiten, ohne den Hosting-Server anzutasten. Wichtigste Schutzmaßnahmen sind starke, eindeutige Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie eine Sperre gegen Transfers und DNS-Änderungen.
Quelle: SecurityWeek, 2. November 2026