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Sicherheitsvorfall

DNS-Hijacks bei DeFi-Seiten über Name.com: Risiko für Domain-Inhaber

Angreifer leiteten am 30. und 31. Oktober 2026 mindestens 12 DeFi-Websites auf eine Wallet-Drainer-Seite um. Name.com bestätigte 15 betroffene Kundendomains, stellte sie wieder her und rät zu Prüfung der DNS-Einträge und Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Angreifer haben Besucher von mindestens 12 Websites dezentraler Finanzprotokolle (DeFi) am 30. und 31. Oktober 2026 auf eine Seite umgeleitet, die Krypto-Wallets leerräumt. Die Sicherheitsfirma Blockaid fand auf den Seiten die Schadsoftware StepDrainer. Öffentliche Registrierungsdaten, die The Block ausgewertet hat, nennen Name.com als Registrar aller 12 Domains der ersten Liste.

Was passiert ist

  • Name.com teilte The Block am 31. Oktober mit, die Untersuchung habe 15 betroffene Kundendomains ergeben. Alle seien wiederhergestellt; das Unternehmen kontaktiere die Kontoinhaber.
  • Am Morgen des 31. Oktober setzte Name.com 10 Domains vorübergehend auf „Client Hold“, sodass sie nicht mehr auflösten. Die Sperre wurde im Laufe des Vormittags aufgehoben.
  • Name.com empfiehlt Kunden, ihre DNS-Einträge zu prüfen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.
  • Vercel bestätigte in seiner Sicherheitsmitteilung vom 31. Oktober, dass 10 Domains aus seinem Umfeld betroffen waren und Name.com sie wiederhergestellt hat.
  • Die Ursache ist nicht geklärt. Kintsu sprach von einem Hijack auf Registrar-Ebene, Origami Finance verwies auf Vercel-nahe Nameserver. Ein Einfallstor oder ein Einbruch in die Systeme von Name.com ist nicht bestätigt; die betroffenen Projekte nutzten unterschiedliche DNS-Anbieter.
  • The Block verfolgte rund 138.000 US-Dollar auf drei Wallets in Ethereum-kompatiblen Netzen. Diese Summe deckt Verluste auf Solana oder Aptos nicht ab, wo einige betroffene Projekte ebenfalls laufen.

Warum das für Domain-Inhaber wichtig ist

Der Angriff nutzte keine Schwachstellen in Smart Contracts. Er veränderte, wohin Domainnamen zeigen, sodass Nutzer mit einer vertrauten Adresse auf einer schädlichen Seite landen können. Ein gemeinsamer Registrar kann daher viele unabhängige Projekte gleichzeitig gefährden. Die Sicherheit des Registrar-Kontos (Zwei-Faktor-Login, Registrar-Lock, Kontrolle der DNS-Einträge) begrenzt dieses Risiko. Prüfen Sie, wie Ihr Registrar DNS-Änderungen und Kontowiederherstellung absichert, bevor Sie ein Krypto-Projekt darüber betreiben.

Quellen: Analytics Insight, FinanceFeeds, CircleID.

Quellen